Samstag, 9. November 2013

Typisches Essen aus Wonosari

Meine Lieben,

heute früh durfte ich die unterschiedlichsten Speisen kosten: 'Lopis', 'Ketan Merah dan Cetil' und 'Getuk'. Dieses typische Essen aus Wonosari gibt es hier in Yogyakarta nur auf dem Markt zu kaufen. Es ist im Bananenblatt eingepackt, was wohl die hygienischste und umweltfreundlichste Verpackung ist.

 'Lopis' besteht aus Reis, tepung beras (Reismehl), kelapa tua (Kokosnuss) und gula jawa  (Palmzucker).
LOPIS

 'Ketan Merah dan Cetil' besteht aus rotem Klebreis, kelapa tua und gula jawa (hier noch in der Tüte).
KETAN MERAH dan CETIL

 'Getuk' ist aus Singkong (Cassava), gula jawa und gelapa tua.
GETUK
Bon appetit
Eure Issali Lisa

Sonntag, 3. November 2013

Pasar

Meine Lieben,

heute Morgen war ich das erste Mal auf dem Markt und habe fleißig geshopped ;)
Habe Auberginen, Tomaten, Frühlingszwiebeln, Kankung, Jambu, Erdnüsse, Eier, Rinderhack, kelapa tua (Kokosnuss wie wir sie in Deutschland kennen) und das beste Tempe der Welt gekauft. Jetzt muss ich nur noch kochen ;)

Liebste Grüße aus Jogja
issali

meine Einkäufe

Samstag, 26. Oktober 2013

Vespa ohne Spiegel

Liebstes Schwesterherz, lieber Schwager,

ich muss Euch etwas beichten. Gestern auf dem Weg ins Meliã ist der Spiegel der Vespa runtergefallen. Ich habe ihn vor den nachfolgenden Autos und Motorrädern nicht retten können. Das sind die Überbleibsel ... Sorry.

von hinten
von vorne

Ich werde die Vespa nächste Woche zum Service bringen, da sie sich morgens oder nach langem Stehen immer schwer starten lässt und mir nun schon von mehreren Seiten gesagt wurde, dass sie unbedingt zum Service muss. Ich persönlich finde, dass ich das Starten ganz gut hinbekomme - gut mit Kamprets Vespa, die sich bereits beim zweiten Versuch starten lässt, kann ich nicht mithalten. Wenn sich die Vespa nicht gleich starten lässt und Männer in der Nähe sind, die unbedingt helfen wollen, tut mir unsere kleine Vespa manchmal ein wenig leid. Denn die Herrschaften sind immer ziemlich verbissen und schnell grob zu unserer kleinen Vespa.

Letzte Woche Sonntag ist der Kupplungszug unterwegs zu 'Sambel Mentah' (Warung) gerissen. Zum Glück war ich nicht allein unterwegs und A, der immer seine Werkzeugtasche dabei hat, war auch mit. Er hätte sogar einen neuen Kupplungszug mitgehabt. Dieser war jedoch zu kurz. Deshalb hat er den alten provisorisch mit zwei Knoten repariert und somit die Kupplung wieder in Funktion gebracht. Möchte mir auch eine kleine Werkzeugansammlung und die wichtigsten Ersatzteile anschaffen - im Sattelfach ist ja Platz ;) Mittlerweile kann ich den Kupplungszug auch schon alleine austauschen (funktioniert wie die Bremse beim Fahrrad) - nur mit der Einstellung haperts. Den Kupplungszug habe ich daher heute in der Werkstatt einstellen lassen.

A's selbstgebautes Motorrad
Manch einer fragt sich nun vielleicht, was das Meliã ist. M. hat mir vom Meliã erzählt und nach längeren Startschwierigkeiten hat es am 10.10.2013 dann doch geklappt. Ich bin mitgegangen und seitdem bin ich stolze Besitzerin einer Member Card des Wellness at Meliã Purosani. Das heißt ich kann das Schwimmbad und den Fitnessbereich inkl. Sauna nutzen. Und ja, trotz der 33° war ich auch schon in der Sauna. Denn wenn ich abends schwimmen gehe, ist der Körper doch etwas ausgekühlt - man glaubt es kaum.
Jetzt benötige ich nur noch Lauf-/Sportschuhe. Denn meine Tennisschuhe, die ich von Deutschland mitnehmen wollte, hatten leider im Koffer keinen Platz mehr und den ersten Versuch auf dem Laufband strumpfsockig 30 Minuten zu laufen hat mir mein linker Fuß lange nicht verziehen.
Und so sieht der Schwimmbadbereich im Meliã aus:

Meliã Purosani
Meliã Purosani
Meliã Purosani



Montag, 21. Oktober 2013

Der Herbst // Fall

Finally fall came over night and is coloring the leaves around. Littla A. is excited and takes us on long walks every day. She really doesn't want to stay inside when there are so many things happen outside!
//
Der Herbst kam über Nacht und färbt die Blätter. Littla A. ist begeistert und nimmt uns jeden Tag auf lange Spaziergänge mit. Sie hat keine Lust, drinnen zu bleiben, wenn draußen so aufregendes passiert.

Montag, 30. September 2013

jatilan - in der desa (ländliche Gegend) wisata penting sari

Meine Lieben,

am Samstag Abend wurde ich von Freunden gefragt, ob ich am nächsten Tag nicht mit aufs Land fahren will, da Mas L an einer Veranstaltung Namens Jatilan in seinem Nachbardorf teilnimmt. (Mas ist die Höflichkeitsform für junge Männer auf Java und wird auch verwendet um Männer anzusprechen, deren Namen man nicht kennt wie im Restaurant, im Geschäft etc.).
Ohne zu wissen, was mich erwartet habe ich spontan zugesagt. So sagten sie mir, dass sie mich um 6 Uhr zu Hause abholen. Wir fahren mit dem Roller - Mbak D mit Mas L und ich mit Mas B. Mbak D ist nämlich nicht ganz davon überzeugt, dass die Vespa die Steigung des Berges schafft. Ich persönlich glaube ja nicht, dass sie Recht hat - und die Männer übrigens auch nicht ;). (Mbak ist die Höflichkeitsform für junge Damen).


harimau (Tiger)

Um 5:30 Uhr bin ich also aufgestanden und habe mich fertig gemacht und gewartet. Es hat dann doch bis 8 Uhr gedauert, bis sie gekommen sind. Wie sich herausgestellt hat, sind sie mit den Vorbereitungen um 5 Uhr erst fertig geworden. Sie haben die Tage vorher und eben auch die Nacht über Masken aus Holz und auch diesen Tiger (s. Bild links) hergestestellt. Mas B. wollte nur kurz zu Hause duschen und ist eingeschlafen ;)




So habe ich die Zeit am frühen Morgen genutzt und ein paar Fotos für Euch gemacht. Schließlich saß ich doch eine ganze Weile auf der Bank vor dem Haus.

Frontalblick von der Bank
Blick nach rechts

Hinter der blauen Tür verbirgt sich die Küche und der Waschraum.

Als sie dann kamen sind wir über zwei Stunden Richtung Süd-Osten gefahren. Durch Wonosari hindurch und letztendlich in Ngampel, Sidorejo, Ponjong, Gunung Kidul gelandet. Zwischen Wonosari und dem Zielort sind wir kurz stehen geblieben. Mbak D hat etwas am Straßenrand gekauft. Wie sich später herausstellte, kaufte sie belalang (Heuschrecken).

belalang (Heuschrecken)
Während meiner zahlreichen Urlaube mit meiner Familie habe ich noch nie gesehen, dass man belalang in Indonesien kaufen kann und isst. Ich habe es mir tatsächlich nicht nehmen lassen und auch probiert. Fritierte belalang haben kaum Eigengeschmack, sie sind so crispy wie fritierte Krabbenschwänze nur ohne Fischgeschmack. Von den Indonesier/innen bin ich gefragt worden, ob ich keine Allergie habe. Freunde aus Yogyakarta meinten sie hätten noch nie belalang gegessen und fragten, wo ich sie gegessen hätte. Die Gegend von Wonosari scheint für belalang bekannt zu sein. Wenn ihr also einmal Heuschrecken probieren wollt, so müsst ihr nach Wonosari fahren.

Im Dorf angekommen, gab es erst einmal Frühstück: Suppe, Reis, Krupuk etc. Es war schon alles für die Veranstaltung aufgebaut. Ein großer Platz mit einem eingezäunten Bereich, dahinter ein Gamelanorchester und ein abgesperrter Bereich mit Sichtschutz, viele Fahnen und kleine Stände, die Eis, Getränke und Snacks verkauften. Es wirkte so, als ob die DarstellerInnen nur noch auf uns gewartet haben. Mit Freude haben Ls Freunde die Masken ausgepackt.


Nach dem Frühstück sind wir in den abgesperrten Bereich gegangen, in dem die Vorbereitungen auf Hochtouren liefen. Was ich mir unter Jatilan vorstellen muss, wusste ich zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht. Es sah auf jeden Fall nach einem Tanz aus.
Obwohl noch nicht so viele Zuschauer da waren, fing die Veranstaltung auch schon an. Die Männer gingen raus und tanzten den Tari Kuda (tari = der Tanz, kuda = das Pferd).

So sieht es hinter der Bühne aus
tari kuda

Es handelt sich um einen sehr langen Tanz. Der v.a. die Feinmuskulatur beansprucht.
Nach ca. 20 Minuten begaben sich alle Tänzer in die Mitte und was passierte da ... Die Tänzer fielen schlagartig nach außen und wirkten wie ausgetauscht - als wären sie nicht sie selbst.

Später habe ich erfahren, dass Jatilan ein Brauch ist. In regelmäßigen Abständen holt man eine Jatilan-Gruppe ins Dorf, um die Geister zu besänftigen und ihnen die Möglichkeit zu geben in einen Menschenkörper zu schlüpfen, zu essen und zu trinken. Es ist schwierig für mich das Ganze in Worte zu fassen. Die TänzerInnen waren wie ausgetauscht, haben Blumen, Bananen mit ganzer Schale gegessen und Wasser aus einem Kübel getrunken. Am Nachmittag war der Platz voll mit Zuschauern und selbst von den Zuschauern sind vier in dieses Muster verfallen, sie hatten Zuckungen, haben Geschrien etc. Diana hat immer von 'trans' gesprochen.

tari kuda
tari kuda
 

 

Nach der Veranstaltung sind wir noch zu Ls Großeltern gefahren. Selbst seine Urgroßmutter lebt noch und ist schon 103 Jahre alt. Vor dem Haus steht ein kleiner offener Stall. Sie haben drei Ziegen, zwei Kühe und gerade auch ein Kalb. Als wir abends um 22 Uhr aufgebrochen sind - alle waren hundemüde und wir hatten noch die lange Fahrt vor uns - dachte ich, ich sehe nicht richtig. Der Stall mit den Kühen sah aus wie das Bild aus der Weihnachtsgeschichte. Ich habe versucht es zu fotografieren. Leider ist es nichts geworden.

ein Kalb in Indonesien

Samstag, 28. September 2013

MAKRAB in Kaliurang


Kaliurang

Meine Lieben,

wir wurden vom 'Bund der Deutsch-Studenten' der  'Jurusan Pendidikan Bahasa Jerman' der 'Fakultas Bahasa dan Seni' der 'Universitas Negeri Yogyakarta' (UNY) zum MAKRAB eingeladen.

Kaliurang
Kaliurang
Was ist der 'Bund der Deutsch-Studenten'?
Ich würde sagen eine Art Fachschaftsrat.

Und was ist MAKRAB?
Der Bund der Deutsch-Studenten ist mit den Erstsemestlern von Donnerstag bis Samstag (27. - 28.9.) nach Kaliurang - in die Nähe des Vulkans Merapi - gefahren. Sie haben dort übernachtet und Spiele gespielt wie eine Art Schnitzeljagd (hier auch Outbound genannt). Es ist also eine Art Kennenlernwochenende außerhalb der Uni wie es i.d.R. auch der Fachschaftsrat des Herder-Instituts organisiert.


Uns haben die Studierenden gebeten ein paar Spiele vorzubereiten. Da haben wir natürlich nicht nein gesagt. Wir haben mit Pantomime angefangen, gefolgt von Swish-Boing-Pow (Sprechwissenschaft lässt grüßen ;) und unseren Spielepart mit dem Spiel Toaster - oder auch Kängurukotzen genannt - beendet. Am Besten ist wirklich das Toaster-Spiel angekommen. Allerdings macht Swish-Boing-Pow auch keinen Sinn mit einer Gruppe von 75 Personen auf engem Raum. Aber es war auch verständlich, dass die Studierenden sich nicht in der Mittagshitze in die pralle Sonne stellen wollten.

MAKRAB: Toaster


Solltet ihr einmal ein Auflockerungsspiel für eine größere Gruppe benötigen - das Toaster-Spiel kommt immer gut an. Sowohl mit jüngeren als auch älteren Personen. Es funkioniert so:
Die Gruppe bildet einen Kreis. Eine Person steht in der Mitte und zeigt auf eine Person im Kreis und sagt z.B. Toaster. Dann muss diese Person das springende Toast darstellen und die Personen links und rechts von ihr den Toaster (s. linkes Bild). Weitere Bilder wären Waschmaschine, Mixer, kotzendes Känguru, Palme, etc. Wenn eine Person des 3-er-Bildes einen Fehler macht, so muss sie in die Mitte.

Morgen fahre ich spontan mit Freunden aufs Land. Ich werde um 6 Uhr mit dem Roller abgeholt - ich bin gespannt und werde berichten ...

Liebste Grüße
issali


Sonntag, 22. September 2013

Vespa gegen Bus - die Unabhängigkeit lässt grüßen

Meine Lieben,
endlich, die Vespa meiner Schwester ist da. Sie wurde erstmal von der Familie meines Schwagers wieder fit gemacht. * DANKE * DANKE * DANKE *
Sie wird in diesem Jahr mein treuer Begleiter werden.

Vespa Jahrgang 1980
  
In dieser Woche bin ich mit B (Video 1 * Video 2) ein wenig durch die Gegend gefahren, habe Freunde in Magelang besucht und war in Kaliurang. Eigentlich wollte ich diese Woche ein paar Unterrichtseinheiten anderer Lehrkräfte übernehmen. Nachdem ich am Montag jedoch erkältet den Unterrichts-Marathon von 7-15 Uhr durchgezogen habe, hatte ich am Dienstag keine Stimme mehr und bin entsprechend zu Hause geblieben. Jetzt am Sonntag kommt sie dank Jamu (traditionelle indonesische Medizin) langsam wieder und so hoffe ich, dass ich morgen zum Unterrichten wieder fit bin.

Heute hieß es dann zum ersten Mal sich für eine längere Strecke allein auf die Vespa zu schwingen, damit Morgen in der Früh um 5:30 Uhr auch alles gut geht. So habe ich entschieden einen altbekannten Ort zu besuchen:
Madukismo - home sweet home